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DAV Ulm

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DAV-Seniorengruppe wandert seit 28 Jahren

Das System hat sich bewährt. Freiwillige in der Seniorengruppe suchen Wanderwege aus, wandern vor, bieten eine leichtere und eine längere Wanderung an. Wer mitwandern will, schreibt sich auf eine Liste ein oder meldet sich telefonisch an. Jeden zweiten Mittwoch im Monat gibt es ein anderes Ziel und einen anderen Weg. Und das seit 28 Jahren.

Sicher, die Ziele gleichen sich, mal Allgäu, mal Schweiz, mal Österreich, mal Schwäbische Alb, doch die Routen haben immer eine individuelle Note, je nach den Vorlieben der Wanderführer.

Karl Christ erinnert sich gerne. Zu den aller ersten habe auch er nicht gehört, erst zwei Jahre später sei er dazugestoßen. Und deshalb wissen wir, dass die DAV-Senioren nicht wie ursprünglich angenommen, ihr 25jähriges Jubiläum feiern können, sondern 27jähriges, was ja auch nicht schlecht ist. Am Anfang sei man noch mit Privatwagen gefahren. Dann wurden Angebote unter allen Ulmer Busfirmen eingeholt. Baumeister-Knese war am günstigsten und kutschiert seitdem von April bis November die Ulmer DAV-Senioren zu ihren Wanderzielen. Seit neuestem wird die Fahrt sogar elektronisch an der Frontscheibe angezeigt: „DAV-Senioren Ulm“ glitzert es dort.

Christ, der über viele Jahre den Fahrpreis im Bus einkassierte, meint, dass der Zulauf zu den Wanderungen zugenommen hat, seit die Sektion einen Zuschuss zahlt. In der Tat, kostet die Fahrt bis heute in der Regel nicht viel, manchmal gibt es sogar zusätzlich eine Kulturführung gratis. Nur die Seilbahnen oder Schiffsfahrten müssen extra bezahlt werden. Christ ist sehr froh, dass er in seinem Leben so viele schöne Wanderungen machen konnte, das hilft ihm, die Beschwernisse des hohen Alters besser zu ertragen. Bis heute trifft man Melanie Weber bei den Mittwochswanderungen der DAV-Senioren. Zwar war auch sie nicht im ersten Jahr dabei, aber an die Zeit danach erinnert sie sich gut. Der Andrang war lange nicht so groß wie heute, aber stieg doch stetig an.

Margarete Frank, die lange die Gruppe geleitet hat, meint heute: „Es ist doch eigentlich erstaunlich, wie gut das alles von Anfang an funktioniert hat.“ Gustl Schwer, auf dessen Initiative die Seniorengruppe zurückging, lebt heute nicht mehr. Doch das Prinzip, sich für andere einzusetzen, seine Erfahrungen weiter zu geben, damit andere auch ihre Freude an den Bergen und den Wanderwegen haben können, das gilt bis heute. 

Annegert Bock

 

Das Wanderjahr 2011 - Große Vielfalt bei den Seniorenwanderungen

Jeden zweiten Mittwoch im Monat führt von April bis November ein Bus die Senioren zu Tagesausflügen in die Berge. Anmeldungen nur telefonisch. Näheres unter Termine.

Neues Jahr-neues Wanderglück

11-4-2012 Die Saison 2012 der DAV-Senioren haben Hermann Urban  und „seine Heide“ am 11.April  an der europäischen Wasserscheide eröffnet, genauer auf der Schwäbischen Alb zwischen Oberkochen im Ostalbkreis und Königsbronn im Landkreis Heidenheim. Zwar klagte Heide anfangs zu Recht, immer wenn die Urbans ihre Tour anbieten, regnet es – aber beim Start in Oberkochen versuchte schon die Sonne die grauen Wolken aufzureißen. Ein Teil der Wanderer ging bergauf zum Volkmarsberg, die anderen blieben im Tal und besichtigten das sehenswerte optischen Museum der Firma Zeiss in Oberkochen. Aber auch der Aussichtsturm auf dem Volkmarsberg ist Familien zu empfehlen. Zwar konnte man das Ulmer Münster am 11. April von hier oben nicht sehen, aber bei Föhn geht der Blick bis zu den Alpen.
Gemächlich ging es weiter bis zur Quelle des schwarzen Kocher. Er hat seinen Namen von der schwarzen Schlacke, die hier einst gewaschen wurde, berichteten die Urbans. Die Grundlage der Industrialisierung dieser Region setzte das Bohnerz. Hermann Urban hatte einige Kügelchen mitgebracht. Der Weg führte durch das Tal der Urbrenz. Während der Kocher in den Neckar fließt,  ist die Brenz ein Nebenfluss der Donau. Wie Heide Urban den Senioren erzählte, geht die Tendenz in Richtung Rhein und Atlantik. Aber so lange wir leben, wird sich die Wasserscheide wohl nicht wesentlich verschieben. Eine urige Herberge zwischen Kocher und Brenz, die Waldschenke Ziegelhütte,  lud die Wanderer zur Einkehr ein. Was sich „Kinderschnitzel“ nannte, machte  gestandene Männer satt. Nach einer Unterbrechung im Bus endete der Ausflug am schönen Brenztopf in Königsbronn.

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