Auftakt in Gosheim

Valentin wird von Paul gejagt

Groß in Form präsentierten sich die Jüngsten des DAV Ulm beim Saison-Auftakt der Biathleten. Der findet traditionell in Gosheim statt. In den Laserklassen war ein klassischer Cross-Biathlon gefragt, für einige war es der erste Wettkampf überhaupt. Dazu gehört auch Paul Beck und der legte gleich einen Start-Ziel-Sieg hin: Fehlerfrei am Schießstand war er auch auf der Strecke schnell unterwegs und lief fast eine Minute Vorsprung auf die Konkurrenz heraus.

Bei den Älteren in der Laserklasse 2 (Jg. 09/10) feierten die Mädchen mit Sarah Tannheimer (0/6:06 Min.) und Johanna Dake (1/6:46) einen Doppelsieg. Annique Wagner (7:07/0) verpasste das Podest als Vierte knapp, Maria Asal (Wieden) hatte sich dazwischen geschoben. Charlotte Achilles wurde Siebte (1/7:26) und Lisa Meunier (1/8:06) kam bei ihrem Debut auf Platz 13. Das komplette Podest besetzten wieder einmal die Jungs, die auch auf der Strecke teilweise gemeinsam unterwegs waren - der Zufall und die Auslosung hatten es so gewollt. Der stärkste Läufer war dieses Mal Paul Achatz in 5:51 Minuten vor Valentin Müller (6:07) und Yannick Schraag (6:24). Alle drei waren fehlerfrei geblieben. Michael Dake hatte mit einem nicht funktionierenden Gewehr zu kämpfen und musste fünf Strafrunden laufen. Er bekam dann 1:50 Minuten gutgeschrieben und landete auf Platz zehn (7:41), hinter Marvin Schmutz (8./7:40/0).

In den Schülerklassen war die Reihenfolge etwas anders: Erst wurde geschossen, mit dem entsprechenden Vorsprung aus dem RWS-Schießen ging es dann auf die Mountainbike-Strecke und anschließend zum Laufen. Die Jungs der S12/13 waren am Schießstand alle schwach. Verständlich bei Julian Schraag (166), für den es der erste Wettkampf in dieser Altersklasse war. Lukas Tannheimer (166) und Raphael Gallbronner (165) konnten dagegen nicht zufrieden sein. Klar war aber auch, dass Lukas sich auf dem Rad die Butter nicht vom Brot nehmen lässt. Zwar konnten Luca Fesenmeier (Schönwald) und Leo Rombach (St. Georgen) auf dem Rad einen Vorsprung herausfahren, doch auch der anspruchsvollen Laufstrecke hatten sie Lukas nichts mehr entgegenzusetzen. Er siegte in 17:44 Minuten. Julian Schraag hatte auf dem Rad aufgeholt und wurde Vierter (20:26), während Raphael Gallbronner dort noch Zeit verlor und erst auf der Laufstrecke besser in Schwung kam (6./22:21).

Einen Podestplatz gab's für Hanna Beck, die 1:06 Minuten hinter Siegerin Lotta Mayr (Kirchzarten/19:33) als Dritte ins Ziel kam. Durch einen mutigen Auftritt beim Laufen konnte sie zwar Jana Duffner (Schönwald) nicht mehr einholen, aber deren Schwester Leni in Schach halten. Danach kam Annalena Müller (20:55) ins Ziel - vor der dritten Duffner-Schwester Marie, auf die wiederum mit Joelle Wagner (21:30) die nächste Ulmerin folgte.

Gar nichts zu erben gab's für die Konkurrenz bei den Schülerinnen 14/15 gegen Julia Tannheimer. Schon Beste im Schießen ließ sie weder auf dem Rad noch beim Laufen nach und siegte zweieinhalb Minuten Vorsprung auf Dana Horngacher (Breitnau). Als Dritte meldete sich Johanna Rauch zurück. Sie lief 13 Sekunden später ins Ziel (24:56) vor Maik Steck (25:21).

Der Star in den Kleinkaliber-Klassen war sicher Janina Hettich (Schönwald), die im vergangenen Winter erstmals im Weltcup starten durfte. Am Schießstand zeigte sie noch nicht, was sie kann. Beim Klappenschießen ließ sie sieben Scheiben stehen und ging so mit Mara Biedenbach auf die Mountainbike-Strecke. Die ließ sich in der ersten Kurve fast noch beirren, als Janina Hettich falsch abbog, fand die Ulmerin noch den richtigen Weg. "Aber dann kam's mir vor, als ob sie mit dem E-Bike fährt", sagte die 16-Jährige, die freilich in einer anderen Altersklasse unterwegs war (J16/17). Dort wurde sie Fünfte, 3:09 Minuten hinter der auf die Sommerwettkämpfe spezialisierte Siegerin Maike Hermle (Gosheim/31:11).

Bei den Frauen schnappte sich Janina Hettich als Letzte Marina Sauter, die den Wettkampf ebensfalls aus dem Training heraus lief. Als Führende war sie aufs Rad gestiegen und auch wieder herunter, eine Runde wehrte sie sich, am Ende lag die Ulmerin mit 30 Sekunden Rückstand auf dem zweiten Platz.

Für Kilian Seybold hatte es in der Jugend 16/17 am Schießstand noch gut begonnen. Fehlerfrei im Liegendanschlag, das konnte sich sehen lassen. Doch stehend ließ es dann fünf Fehler folgen. Auf dem Mountainbike zeigte er dann aber seine ganze Klasse und arbeitete sich weit nach vorne. Beim Laufen, nicht gerade Kilians Lieblingsdisziplin, wehrte er sich tapfer und musste erst in der letzten Runde Lukas Adam (10), Nick Nadler (beide Gosheim/5) und Tim Nechwatal (Schömberg/9) ziehen lassen. Vorne sicherte sich Fabian Kaskel (Todtnau/38:38/4) den Sieg vor dem mit dem Rad gestürzten Diogo Martins (Hinterzarten/51 Sek. zur./4). Mit 3:38 Minuten Rückstand wurde Kilian Seybold Sechster. Finn Schlabach hatte einen harten Einstand in die Jugendklassen, biss sich aber ebenso durch, wie Jan Ruckgaber bei den Männern.

 

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