Grünten

Starzlachklamm, Burgberg, Rossalpe / Stadt, Land, Fluss 

Ins Allgäu geht es heute wieder, genauer zum Grünten und zur Iller. Interessantes  über den Grünten erfuhren wir im Bus. Ein Pfarrer wollte 1855 am Grünten bei Burgberg Wein anbauen, was aber dann wohl Essig war. Erfolgreicher war der Erzabbau vom Mittelalter bis 1859. 1936 wurde das Erz nochmals untersucht, aber der Eisengehalt war doch zu gering und ein Abbau nicht mehr lohnenswert. Ein wenig neblig wurde es auf der Fahrt, doch kaum am Allgäuer Tor angelangt tat sich der Himmel auf. Und was für ein Himmel, blau mit strahlend weißen Wolken, ein Bild zum Malen!

Peter stieg mit seiner Langwanderergruppe vor der Starzlachklamm zuerst aus dem Bus. Eine Klamm ist immer ein Erlebnis und eine Herausforderung, zumal nach den Regenfällen der vergangenen Tage war es rutschig und nicht einfach zu gehen. 200 Höhenmeter waren bis zum Ende der Klamm zu überwinden. Und nach weiteren 100 Metern aufwärts trennten sich die Wege. Michael hatte angeboten, eine Gruppe auf etwas längerem, dafür bequemeren Weg zur Rossbergalpe zu führen. Peter wählte mit seiner Gruppe den steileren dafür kürzeren Weg. Treffpunkt für beide Gruppen war die Rossbergalpe. Und hier zeigte es sich, dass der kürzere Weg nicht unbedingt der schnellere war. Michaels Gruppe war zuerst oben. 600 Höhenmeter hatten sie alle bewältigt und genossen eine prächtige Aussicht. Gemeinsam wanderten die Langwanderer dann hinunter zum Berggasthof Alpenblick. Hier wartete schon Emil mit Lis‘ Gruppe und dem Bus, der mit Sondergenehmigung das enge Sträßchen hochfahren durfte.

Die Kurzwanderer fuhren mit Lis bis zum Parkplatz vom Wonnemar in Sonthofen und wanderten dann zuerst die Iller aufwärts bis zur Illerbrücke bei Tiefenberg. Und auch die Kurzwanderer hatten Aufstiege zu bewältigen, wir sind ja schließlich der DAV! Vom Fluss weg ging es über Land zu einer reizvollen Raststelle und weiter zum verträumten Tiefenbacher Moos, einem Landschaftsschutzgebiet. Und immer dabei war Kira, Uschis „Pflegehund“, ein wunderschöner australischer Hirtenhund. Er umkreiste uns und wartete auch mal auf einen Nachzügler.

In Schweineberg hatte uns Lis Plätze im Bauerngasthof Mayr reservieren lassen. Kaffee und Kuchen sind immer willkommen. Und der Ausblick ins Gebirge war prachtvoll. Rolf zeigte uns den Großen Krottenkopf, Mädelegabel, das Rubihorn .... Unsere Wanderung endete in Sigishofen, hier stiegen wir in den Bus um in abenteuerlicher Fahrt bis zum Berggasthof Alpenblick fahren. Hartmut meinte, so lange Emil wendet und bis die Gruppe von Peter ankäme, könnten wir uns noch ein wenig umschauen. Doch ging das Buswenden und die Ankunft der anderen Gruppe so schnell von statten, dass wir uns kaum die Füße vertreten konnten. Also ging es gleich weiter ins beliebte Waldhäusle bei Waltenhofen.

Mit wem oder was sollte man dann bei der Heimfahrt beginnen zu danken, bei Emil, der auch die schwierigen Strecken mit links zu meistern scheint, der den Bus auf engen Straßen anscheinend schrumpfen lässt - bei den Wanderführern Peter, Michael und Lis, die wieder eine wunderschöne Tour ausgeklügelt haben – bei der Gruppe der Mitwanderer ohne die Emil alleine im Bus säße und die Wanderführer nichts zu organisieren hätten. Kurzum ein Danke an die ganze Gemeinschaft für diesen wunderschönen Tag.

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