Hitzeschlacht gut überstanden

Jan Ruckgaber zeigte eine gute Leistung. Hier läuft er knapp vor dem Tagesschnellsten Philipp Mast.

Es wurde die befürchtete Hitzeschlacht im PistenBully-Biathlonzentrum von Dornstadt. Dennoch wurden bei den württembergischen Meisterschaften der Sommerbiathleten hervorragende Leistungen gezeigt. Besondern die Männer und Junioren zeigten auf der neuen Laufstrecke, in die erstmals ein Anstieg auf den neuen Bahnhügel eingebaut war, temporeiche Läufe. Allein am Schießstand klemmte es beim ein oder anderen. In beiden Wettkämpfen zusammengerechnet blieb kein einziger Athlet fehlerfrei. Nur vier Mal wurden alle vier Scheiben abgeräumt, wobei zwei Ulmer Athleten beteiligt waren: Lisa Kohler blieb im Massenstart zweimal fehlerfrei, Finn Schlabach einmal. 

Finn Schlabach trainiert erst seit kurzem mit dem Kleinkaliber und zeigte vor allem im Massenstart über 4 Kilometer eine starke Leistung. In der Jugendklasse musste er sich nur Nick Nadler (Bondorf/17:47,4 Min.) geschlagen geben, der sieben Fehler schoss. Der Ulmer kam mit fünf durch und lag im Ziel 13,3 Sekunden hinter Nadler, allerdings 15 Sekunden vor dem stärksten Läufer des Feldes, Lukas Adam (Bondorf/11 Fehler). Im Sprint (3 km) lief es für Finn Schlabach dann nicht mehr ganz so gut. Er wurde am Ende Vierter (6 Fehler), mit 1:39 Min. Rückstand auf Adam (12:39,2/5). Im Vergleich zum Wettkampf in Gosheim war dies aber eine deutliche Steigerung.

Auch in den anderen Altersklassen wurde zuerst der längere Massenstart absolviert und auch die Startzeiten nach vorne gezogen, um der Hitze etwas aus dem Weg zu gehen. In der weiblichen Jugend musste sich Mara Biedenbach in beiden Rennen der Gosheimerin Eva Keller geschlagen geben, wobei es im Sprint (1/3) etwas besser lief. Nach drei Kilometern lag sie 39,4 Sekunden hinter Eva Keller (14:55,6/6).

Ein Ulmer Duell an der Spitze, in das sich die Gosheimerin Julia Vogler einmischte, gab's bei den Juniorinnen. Einen hervorragenden Auftakt im Massenstart erwischte Lisa Kohler, die liegend fehlerfrei blieb. "Das dritte Schießen lass ich nächstes Mal weg", sagte die 17-Jährige. Vier Fehler waren es da, zwei beim letzten. So konnte Teamkollegin Madlen Guggenmos auf der dritten Runde vorbeiziehen. Dreimal ließ sie eine Scheibe stehen, dann noch mal drei. In 24:21,6 Minuten holte sie sich den Titel vor Lisa Kohler (+55 Sek.). Nach den fünf Kilometern am Vormittag folgten für die Juniorinnen drei im Sprint. Hier musste Madlen Guggenmos, die ja sonst auf der Sprintdistanz unterwegs ist, doch der Hitze Tribut zollen. 4/4 standen bei ihr zu Buche (3.), 2/3 bei Lisa Kohler (2.). Dieses Mal war es Julia Vogler, die mit 2/1 am besten weg kam und sich so klar den Titel holte.

Tagesbestzeit im Massenstart über fünf Kilometer lief Tobias Giering (Starzach/23:29,3 Min./10), der als Sieger der Männer knapp schneller war als Junior Philipp Mast (Bondorf/23:30,7/9). Im Sprint über vier Kilometer war Mast (15:03,3/3) dann nicht nur der flotteste Junior, sondern auch knapp vor Männer-Meister Dominik Hermle (Gosheim15:04,4/4), der Alexander Görzen (Starzach/15:13,5/5) knapp auf Platz zwei verwies.

Bei den Junioren lieferte sich der Ulmer Jan Ruckgaber ein Duell um Platz zwei mit Jonathan Wohlt (Holzmaden), den er im Massenstart in 26:24 Min. (8) klar bezwingen konnte. Im Sprint musste er sich dann um vier Sekunden geschlagen geben. Mit der Hitze gar nicht zurecht kam Philipp Kirchmaier, der in dieser Saison wie Madlen Guggenmos eher mit dem Luftgewehr unterwegs ist. Das war am Schießstand deutlich zu spüren: 14 Strafrunden im Massenstart, 8 im Sprint, damit lief er jeweils auf den achten Platz. Die Trainingskollegen, die ausgerechnet die Strafrunden zählten, litten zwar mit, freuten sich aber schon auf die beiden Kuchen, die er ob dieser Trefferleistung demnächst mitbringen darf.

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