Lonetal

Nur Nieselregenschauer im Lonetal statt Dauergüsse im Allgäu

Es war uns heute nicht vergönnt, das schöne Allgäu zu genießen. Zum Ellhofer Tobel, von Simmerberg nach Röthenbach, wollten wir wandern. Der starke Regen am Morgen und die Vorhersage für das Alpenvorland, wo auch viel Regen zu erwarten war, zwangen unseren Wanderführer Hermann Botzenhardt, eine Alternative anzubieten. Denn die Seniorengruppe wandert bei jedem Wetter. Es wurde noch nie eine Wanderung wegen schlechtem Wetter abgesagt. Die Neuplanung war auch deshalb notwendig, weil Hermanns Gattin erkrankt im Bett lag und somit als Co-Wanderführerin für die Genusswanderer ausfiel. Deshalb gab es an diesem Tag nur eine gemeinsame Wanderung zusammen mit den sogenannten Langwanderern.
Zum Glück haben wir die Schwäbische Alb vor der Haustür. Und Hermann kennt dort so ziemlich alle Wanderwege. Also war das eine gute Alternative. So fuhren wir nach Setzingen und wanderten zunächst bergan zur Lindenau und weiter auf dem Albvereinsweg nach Stetten. Vorausschauend wurde der Bus zunächst zum Parkplatz am Archäopark beordert, denn wir mussten davon ausgehen, dass nicht alle Wanderer die ganze Tour schaffen würden. Per Anhalter schickten wir unsere Heide als Botin zum Busfahrer, um ihn zu bitten, nach Stetten hoch zu kommen, wo ein paar Wanderfreunde den Strapazen der Regenwanderung nicht mehr gewachsen waren. Die dezimierte Gruppe wanderte dann zum Archäopark, an der Vogelherdhöhle vorbei, zu besagtem Parkplatz im Lonetal, wo nochmals die Möglichkeit bestand, die Wanderung abzubrechen. Der Großteil machte sich aber auf den Weg durchs Lonetal, vorbei an der Höhle Hohlenstein bis zum Parkplatz an der Bocksteinhöhle, wo sich der Bus mittlerweile positioniert hatte. Nach fast vier Stunden waren auch die Langwanderer mit der zurückgelegten Wegstrecke zufrieden, stiegen in den Bus ein und gemeinsam ging es zum Schmid nach Seligweiler, um die verbrauchten Kalorien zu ergänzen. Kunst und Kultur kamen heute zu kurz, denn mit den schmutzigen Wanderstiefeln wollten wir die Schwarze Madonna in der Gnadenkapelle in der schönen Kirche in Stetten nicht besichtigen. Übrigens war dies leider die letzte Wanderung, welche die „Botzenhardt`s“ geführt haben, der Dank sei ihnen gewiss für all die schönen Ecken, die sie uns gezeigt haben.

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