Senioren

Wandern mit den DAV-Senioren

Hin und wieder wird die Gruppe der DAV-Senioren sogar beneidet. Einfach weil alle so gut zusammenhalten und es so viele ältere Menschen gibt, die bereit sind, Freizeit und Kraft für die Gruppe zu opfern. Und das bereits seit Jahrzehnten.

Von April bis November sind die DAV-Senioren jeden zweiten Mittwoch unterwegs. Die Wanderungen werden von Tourenführern vorgeschlagen und organisiert, die selber zur Gruppe der DAV-Senioren gehören. Hartmut Kruse und seine Frau Siglinde gehen mit gutem Beispiel voran. Sie sind nicht nur selber Wanderführer sondern vor allem Chef Hartmut sorgt dafür, dass alles  geordnet abläuft. Im frühen Frühjahr werden sogar extra Touren organisiert.

Ansonsten steht das Jahresprogramm schon im Herbst des Vorjahrs fest. Im Frühjahr und im Herbst liegen die Ziele meist in der näheren Umgebung, im Hochsommer geht es dann in die Berge. Gefahren wird mit dem Bus, das kostet natürlich, aber das Geld wird einem mit viel Charme von Karin Schott abgenommen. Anmelden ist nötig. Da der Andrang zu den DAV-Seniorenwanderungen sehr groß ist, kann man sich frühestens vier Wochen vorher anmelden. Wenn alle Busplätze besetzt sind, kommt der Anrufer auf eine Warteliste. Das braucht einen nicht entmutigen, sie wird in der Regel abgebaut. Bessere Chancen auf einen Platz im Bus hat, wer selber etwas für die Gruppe tut, also selber Touren führt.

In diesem Jahr fahren die Busse nicht mehr am Bahnhof sondern am Busparkplatz an der Steinernen Brücke ab. Außerdem hält der Bus am Parkplatz Wonnemar, zwanzig Minuten eher als in der Ulmer Innenstadt. Hier kann man sein Auto stehen lassen und bequem in den Bus umsteigen. Bei schlechtem Wetter kann das Programm kurzfristig geändert werden, nur eins geht nicht: bei Regenwetter einfach zu Hause bleiben. Wer sich angemeldet hat, muss auf jeden Fall das Fahrgeld bezahlen.

Bei den Wanderungen gibt es meistens zwei, manchmal sogar drei Gruppen. Die sogenannten Kurz-oder Genusswanderer marschieren in der Regel zweieinhalb bis dreieinhalb Stunden, haben weniger Höhenmeter zu bewältigen und kommen etwas langsamer voran als die sogenannten Langwanderer, die meistens vier bis sechs Stunden unterwegs sind und oft ganz schön bergauf und bergab müssen. Das wird allerdings jeweils im Bus bei der Vorstellung der Tour bekannt gegeben, sodass man sich je nach Tagesform kurzfristig für den längeren oder den kürzeren Weg entscheiden kann. Interessant und schön sind in der Regel beide Wanderwege, die Langwanderer sind aber immer etwas schneller unterwegs.

Am Ende treffen alle wieder im Bus aufeinander. Die Wanderführer haben immer eine ansprechende Wirtschaft für die abschließende Abendeinkehr ausgesucht. Na dann Prost.